Dashfolio 2015
Das Weblog aller Konvergenzen

Wirtschaftsinformatik

Von der Idee zur Verwirklichung durch den Publikationsprozess

Welche Implikationen ergeben sich aus den vorigen Überlegungen für den Web-gestützten Publikationsprozess (1), ausgehend von der Computerumgebung des Anwenders, bis hin zu dessen Präsenz in den Suchmaschinen? Lassen Sie uns die verschiedenen Kontrollpunkte dieses konzeptuellen Etappenwegs noch einmal Revue passieren, unter den seit Oktober 2012 mithilfe der Konzeptformel untersuchten Autoren- (2013 [2]), Netzwerk- (2014 [3]), und Systemperspektiven (2015 [4]).

Um die Anwenderumgebung abzudichten bedarf es zu aller erst einer Neutralisierung der Schnittstellenproblematik (d.h. der an der Schnittstelle entstehenden Rechtslücken), was einen ganzheitlichen Paradigmenwechsel voraussetzt, und zwar weg vom internationalen Katalog des technisch Möglichen, hin zur europäischen Vorkonfiguration des urheberrechtlich Erlaubten. Dies bedeutet, dass anlässlich der Erstellung eines Nutzerkontos einige Entscheidungen getroffen werden müssen, nicht nur in Bezug auf die beabsichtigte Anwendung (Interaktion mit Angehörigen, Freunden, potentiellen Kunden, sowie Kollegen), sondern auch hinsichtlich der themenbezogenen Zweckbestimmung (von der die Referenzierung in den entsprechenden Applikations- und Netzwerkverzeichnissen abhängt).

Ausgehend von dieser groben Abgrenzung der zu überwachenden Perimeter, versuchen wir nun, uns eine Anwendererfahrung vorzustellen, die sich gleich ab dem Erwerb eines neuen Computers viel transparenter gestalten liesse, mit dem Ziel, einen Weg aus diesem idiokratischen Hybridisierungsrennen zu finden, der uns vom sozialen Buzz und ähnlichen Marktgerüchten aufgezwungen wird. Ein Weg zurück zu dem, was den eigentlichen Ruf eines Mac-Computers ausmacht, vorausgesetzt, dass der Letztere richtig benutzt bzw. eingeschätzt wird, nämlich: seine Zuverlässigkeit, eine unerlässliche Qualität, wenn man sich nach einer sorgenfreien Arbeitsumgebung sehnt. Für einen sich selbst respektierenden Web-Autor fängt also alles mit der anlässlich der Gründung eines Anwenderprofils anzugebenden E-Mail-Adresse an (siehe Slide Nr. 2/6 [5]), d.h. schon vor dem Kauf des Computers, denn diese E-Mail-basierte Identifizierung bildet die Grundlage für die Konfiguration der ganzen Benutzerumgebung, samt Cloud-Erweiterungen: Tatsächlich erklärt man sich als Anwender durch Akzeptanz der EULA-Bestimmungen bereit, mit einem Klick alle geltenden internationalen Verträge zu respektieren, was eigentlich nur unter der Bedingung funktionieren kann - soweit niemand Prophet in seinem eigenen Land sein kann - dass jeder Einzelne Anwender die vor Ort geltenden Internet-Zugriffsbestimmungen kennt.

Was die Optimierung der Konfigurationszeit eines neu erworbenen Computers betrifft, sollte darüber hinaus dafür gesorgt werden, dass ein solches Gerät noch selbsterklärender gemacht wird, was damit anfangen sollte, alle Teile unter die Motorhaube zurückzubefördern, die den Benutzer nur davon abhalten, sich darauf zu konzentrieren was er tun sollte, nämlich Qualitätsinhalte zu produzieren. Mit anderen Worten geht es darum, die Ex-Works-Konfiguration noch weiter zu internationalisieren, insofern als zu viele kognitive und Systemressourcen immer noch durch Apps beansprucht werden, deren Betätigung eine gewisse OS-Expertise verlangt. Wenn die Verantwortungen der Anwender gegenüber dem Hersteller (und umgekehrt) von Anfang an klar sind, dürfte der Feedback-Prozess genügen, um Mehrwert im Interesse aller Beteiligten zu produzieren: Dies bedeutet auch, dass ein Hersteller von seinen Kunden nicht erwarten sollte, dass die Letzteren sich mit Kodierung beschäftigen, wenn es dem Ersteren nur darum geht, dadurch die Überwachung aller individuellen Kochtöpfe rechtfertigen zu können.

Den Anwender zur selbstmotivierten Optimierung seiner Wirtschaftlichkeit anzuregen setzt weiters voraus, dass eine solche generische Neukonfiguration durch entsprechende Mittel zur Messung der eigenen Produktivität ergänzt wird: In dieser Hinsicht wäre eine neue "Base+" Version von Automator genauso wünschenswert wie ein komplettes Dashboard für virtuelle (Klein-) Gruppenkonferenzen. Letzteres würde genügen, um iCloud (6) zum nativen Mac-Äquivalent von Yahoo Groups (7) zu upgraden, d.h. um dieses in seiner Unvollständigkeit vegetierende Embryo einer Lösung durch die unerlässlichen Riegel für sicheres Netzwerken zu ergänzen: Read-Only-Zugriff (ohne Download-Möglichkeit), und entsprechende Gruppen- bzw. Server-Erweiterungen. Dadurch könnte der Benutzer über die einfache Familienfreigabe (8) im eigenen Heimnetzwerk hinausreichen, und seine Netzwerkerfahrung auf eine erweiterte native Intranet+Ultra®-gestützte Umgebung ausdehnen, die registrierten Mac-Anwendern als Insider-Forum zugänglich wäre. Soviel zu den Vorbedingungen zum Thema "persönliche Effizienz in einer Netzwerkumgebung".

Fahren wir nun fort mit dem "Raumschiff Net-Enterprise", und dessen unvollständigen Katalog für natives Web-Design, in dem - nach NetPlusUltra®-gestützten Kriterien - noch folgendes fehlt: Auf der Netzfolio-Ebene des Autors, der sich seinem Publikum zunächst einmal vorstellen muss, bräuchten wir noch eine völlig überarbeitete Version von iWeb (9) - nennen wir sie zunächst iNet - die den Import von existierenden iWork-Projekten (10) erlauben würde. Anlässlich der Neupublizierung einer solchen Website könnte man die ausscheidende Version als (iBooks-Author-gestützte) .IBA-Datei exportieren (11), und die Letztere als Web-Archiv für neue Web-Projekte weiterverwerten, wobei iBooks Author selbst eine eigenständige Applikation bleiben würde. Um perfekt vollständig zu sein müssten beide Apps sowohl einen ganzheitlichen DRM-Schutz (12) bieten, als auch die weitere Publikation durch Mac-freundliche Webhosting-Drittanbieter der Ebene "Extranet+" erlauben.

Auf der beruflichen Profolio-Ebene müsste der Websites-Dienst in OS X Server (13) durch eine native Erweiterung für Python-basiertes (14) bzw. CMS-gestütztes (15) Forum-Design ergänzt werden. Auch hier müsste nach NetPlusUltra®-orientierten Masstäben der Import von als .IBA-Dateien archivierten iNet-Projekten möglich sein, wobei das Endprodukt, nach entsprechender DRM-Verriegelung durch den Autor, als unhackbare Webkapsel publiziert werden könnte. Ein 100% nativer Publikationsprozess würde darüber hinaus endlich die entsprechende Suchmaschine herbeiführen, wodurch sich gleichzeitig auch das Problem der Web-Traffic-Analyse lösen liesse, und zwar durch die Entwicklung einer dedizierten Web-App (z.B.), die dem europäischen Autor, als exklusiven Produzent und iShop-Inhaber, das legitime Recht anerkennen würde, seine finanziellen Interessen von denen von Google zu bewahren.

Schliesslich würde ein solches System-Upgrade in einem Zug den Mac App Store von all den nutzlosen Gadgets befreien, die aufgrund der sozialen Hybridisierung der Systeme durch inkompetente Produktevaluierungen das Mac-OS-Verständnis der Anwender nur trüben. Mithilfe einer neuen Generation von nativen bzw. wissensberufskritischen Applikationen, spezialisiert nach Format, Zweckbestimmung und Thema, könnte der Benutzer seine Produktionsumgebung viel effizienter gestalten, und durch gezielteres bzw. direktes Feedback viel schneller Zufriedenheit erhalten. In diesem Szenario blieben Drittanbieter-Apps für Edutainment (Tutorials und Spiele) und Graphik-Design (Vorlagen für iWork, iNet, sowie iBooks Author, usw.) reserviert. Der vorliegende Eintrag richtet sich dementsprechend an selbständige Wissensberufler (16), die ihre Computerarbeit mit mehr Freude verrichten möchten, und wie ich der Meinung sind, dass die bestehenden Grundkonfigurationen noch viel zu lückenhaft sind, und zwar nicht nur in Betracht der bereits vorhandenen Möglichkeiten, sondern auch in Bezug auf die NetPlusUltra®-gestützte Auftragserklärung zu dieser organisationstechnischen Frage (17), auf die ich Sie an dieser Stelle zurückverweise.

Daniela BERNDT
Französisch / Englisch

Nähere Angaben
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  6. iCloud-Benutzerhandbuch
  7. Hilfe für Yahoo Groups
  8. Präsentation der Familienfreigabe
  9. Wikipedia > iWeb-Seite
  10. Wikipedia > iWork-Seite
  11. Wikipedia > iBooks-Author
  12. Wikipedia > DRM-Seite
  13. Präsentation von OS X Server
  14. Wikipedia > Python-Seite
  15. Wikipedia > CMS-Seite
  16. Extrafolio 2014 > Berufsverzeichnis
  17. Exterfolio 2014 > Formel